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Idee und Vorhaben

Ein New Yorker Lotsenschoner vom Ende des 19.Jhdt.

2005

In Anlehnung an die traditionsreiche Entwicklung spektakulärer Yachten im ausgehenden 19. bis weit in das 20. Jahrhundert hinein für Segelregatten vornehmlich der Engländer und Amerikaner und später der Deutschen auf dem Atlantik, entstand die Idee, in etwa einen Nachbau auf der Basis eines geeigneten Schiffsrumpfes zu realisieren. Nach langem Suchen wurde 2005 ein Rumpf gefunden, welcher sich durch äußerst feine Linien auszeichnet. Der nach 1940 von der Hamburger Schiffsbauversuchsanstalt (HSVA), der Bremer Konstruktionsgesellschaft Meierform GmbH, der Gemeinschaft des Germanischen Lloyd und der Schiffbautechnischen Versuchsanstalt Wien (STVW) entwickelte Schiffstyp wurde im Dezember 1943 von der Ernst Burmester Schiffswerft KG in Swinemünde in Serie hergestellt.

Die Kompositbauweise (Holzplanken auf Stahlspanten) sowie die äußerst sorgfältige Entwicklung dieses Rumpfes kamen den alten Vorbildern bei unserem Projekt geradezu sehr nahe. Leichte Veränderungen am Bug (Klippensteven) und Heck (Rundgatt), um dem nachzubildenden Original in der Ansicht zu entsprechen, waren notwendig. Unser Vorbild ist ein Lotsenschoner von der amerikanischen Ostküste vom Ende des 19. Jahrhunderts. Aus diesen sowie auch aus Fischerei-Neufundland-Schonern wurden die prächtigsten Yachten für solche hoch anspruchsvollen Atlantikregatten entwickelt.

Die Deckgestaltung ist eine Gradwanderung zwischen heute Notwendigem und klassisch Vorgemachtem und natürlich auch den heutigen handhabbaren Segelbedingungen. Die Doppelschraubenanlage war leider vorhanden. Um unter anderem Platz zu gewinnen, haben wir uns für einen Dieselmotor im Vorschiff mit ca. 250 KW, der wiederum 2 Hydraulikmotoren mit je 100 KW an den Schraubenwellen die 2 Propeller antreiben wird, entschieden. Leider ist es wegen dieser Motorisierung nicht möglich, das Schiff in Zukunft mit Pinne zu segeln. So musste ein Steuerrad mit Hydraulikunterstützung und natürlich eine Notpinne her.
Aus Sicherheitsgründen entschieden wir uns für eine selbstlenzende Plicht im Achterdeck ähnlich der AMERIKA.

Berechnung und Beratung wurden hervorragend durch Diplom-Ingenieur Peter Schenzle (Naval Architekt Hamburg) und Diplom-Ingenieur Michael Wächter (Naval Architekt von SDC Ship-Design & Consult Hamburg) durchgeführt. Sie leisten eine unverzichtbare Mitarbeit an diesem anspruchsvollen Projekt.

Das ganze Vorhaben unseres Vereins steht und fällt mit der Hilfe und Unterstützung durch Leute, die von der Wiederbelebung der Segeltradition dieser prachtvollen großen Yachten einerseits und dem Wunsch nach erhabenen Mitsegelerlebnissen andererseits beseelt sind. Sprechen Sie mit uns über Ihre Wünsche einer Teilnahme am sogenannten „Blauwassersegeln” sowie Ihre Möglichkeiten der Hilfe beim Bau dieses traditionellen Schiffes.
Rolf Carlos Reeckmann 2009

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