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Die Historie des Rumpfes

Entwicklung Bau und Verwendung

„Wer die Marinegeschichte sachkundig durchforstet, stößt auf ein besonderes Phänomen, das viel zu lange unbeachtet blieb. Es handelt sich um die größte Serie von Seefahrzeugen, die in Deutschland je gebaut wurde. (…) Nicht weniger als 1072 Exemplare dieser äußerst robusten, in Kompositbauweise (Nadelholz auf Stahlspanten) erstellten >>Hilfskriegsschiffe für den Vorposten und den Sicherungsdienst<< wurden in Auftrag gegeben und vornehmlich von der Burmester KG Swinemünde gebaut. (…) Durchschnittlich hatte jedes dieser 110 Verdrängungstonnen großen und >>über alles<< 24,00 m langen Fahrzeuge 15 Mann Besatzung.“ Neun Knoten war errechnet und auch erreicht worden. „Wer aber jemals mit einem KFK umgegangen
ist, der zollt diesen maximal nur 137 PSe maschinenstarken, hervorragend seetüchtigen Schiffen gehöriges Lob. (…) Dieser Schiffstyp >>Kriegsfischkutter<< war von Anfang an für eine spätere zivile Aufgabe als wirklicher Fischkutter konzipiert.
(…) Sie erfuhren Nachkriegsverwendungen als Vermessungsboote, Forschungskutter, Hafen- und sogar Schulfahrzeuge sowie Yachten. (…) Da Boote dieses Typs das Merkmal einer gewissen Unverwüstlichkeit aufweisen, laufen noch heute - im Jahr 2009 - mindestens zwei Dutzend solcher Schiffe unter deutscher Flagge oder in deutschem Besitz. Damit setzt sich dieser außergewöhnliche Bootstyp noch immer als ein greifbares Stück Gegenwart ein Denkmal, das wir nicht übersehen sollten. (…) Das gute Seeverhalten wurde einhellig gelobt. (…) Curt W. Eichler schreibt in seinem Buch >>Yacht- und Bootsbau<<: „Die Form dieses Kutters, das Verhältnis seiner Abmessung zueinander und dergleichen mehr sind sehr gut gelungen.“ [Alle] umgebauten
Boote erwiesen sich als hervorragende Segelschiffe. So wurden sie Vorbilder für zahlreiche, nach dem Krieg dazu umgebaute KFK-Yachten.

(Textpassagen aus Herwig Danners Buch: „Kriegsfischkutter“)

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